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Geringere Werbekosten freischalten: Warum 30% Creator-Provisionen Amazon PPC ACoS schlagen

· 4 Min. Lesezeit

Amazon-Verkäufer suchen ständig nach effizienteren Werbestrategien, um Umsatz und Rentabilität zu steigern. Während Amazon PPC (Pay-Per-Click) für viele ein Grundpfeiler ist, hebt eine aktuelle Community-Diskussion einen unkonventionellen Ansatz hervor, der erheblich kostengünstiger sein könnte: die Gewährung einer Provision von 30% an Creator für Verkäufe. Diese Strategie, die besonders für Verkäufer wirkungsvoll ist, die Schwierigkeiten haben, mit PPC einen niedrigen ACoS (Advertising Cost of Sale) aufrechtzuerhalten, deutet auf einen potenziellen Paradigmenwechsel in der Herangehensweise von Marken an Influencer-Marketing und Affiliate-Verkäufe hin.

Die Mathematik hinter Creator-Provisionen vs. PPC

Das Kernargument ist, dass eine Creator-Provision von 30% tatsächlich einen niedrigeren effektiven ACoS erzielen kann als ein ACoS von 30%, der durch PPC erreicht wird. Lassen Sie uns die Zahlen aufschlüsseln. Bei Amazon PPC geben Sie 3.000 $ für Anzeigenklicks aus und erzielen 10.000 $ Umsatz, Ihr ACoS beträgt direkt 30% (3.000 $/10.000 $).

Betrachten Sie nun die Zusammenarbeit mit Creatorn. Die Quelle beschreibt ein Szenario:

  • Anfangsinvestition: Der Versand von Produktmustern an 100 Creator zu je 5 $ beläuft sich auf 500 $.
  • Provisionszahlung: Wenn diese Creator über Amazon Attribution-Links 10.000 $ Umsatz generieren, zahlen Sie ihnen eine Provision von 30%, was 3.000 $ entspricht.
  • Amazon Brand Referral Bonus: Entscheidend ist, dass Amazon einen Empfehlungsbonus von 10% auf Verkäufe bietet, die über Amazon Attribution-Links generiert werden. In diesem Fall sind das 1.000 $ (10.000 $ * 10%).
  • Berechnung des effektiven ACoS: Die Gesamtkosten betragen 500 $ (Muster) + 3.000 $ (Provisionen) - 1.000 $ (Empfehlungsbonus) = 2.500 $. Geteilt durch die 10.000 $ Umsatz ergibt sich ein effektiver ACoS von 25%. Das ist 5% günstiger als der ACoS von 30% bei PPC.

Darüber hinaus weist die Quelle darauf hin, dass Creator nach der anfänglichen Investition in Muster engagiert bleiben können zu einer konstanten Provisionsrate. Wenn sie weiterhin Verkäufe generieren, kann der laufende ACoS effektiv sinken, da die anfänglichen Musterkosten über ein größeres Verkaufsvolumen amortisiert werden. Zukünftige Verkäufe, die von diesen Creatorn generiert werden, würden beispielsweise nur die 30% Provision kosten und potenziell vom 10% Empfehlungsbonus profitieren, was zu einem noch niedrigeren langfristigen ACoS führt.

Nutzung von Amazon Attribution und Empfehlungsboni

Der Erfolg dieser Strategie hängt von der Nutzung von Amazon Attribution-Links ab. Dieses Tool ist unerlässlich, um Verkäufe zu verfolgen, die aus den Bemühungen der Creator stammen, und ist der Schlüssel zur Freischaltung des 10% Brand Referral Bonus. Ohne ordnungsgemäße Attribution entgeht Verkäufern dieser wertvolle Rabatt, der die Gesamtkalkulation der Rentabilität erheblich beeinflusst. Die Quelle besagt ausdrücklich, dass Verkäufe, die nicht über Attribution-Links erfolgen, nicht für den Bonus qualifiziert sind, was die Nutzung dieses Amazon-Tools für diesen Ansatz unumgänglich macht.

Jenseits der Zahlen: Organischer Schub und Skalierbarkeit

Über die direkten Kosteneinsparungen hinaus legt die Quelle nahe, dass von Creatorn generierte Verkäufe, die oft aus externem Traffic stammen, einen stärkeren organischen Umsatzschub bieten könnten als PPC-Traffic. Der Algorithmus von Amazon könnte externe Traffic-Quellen bevorzugen, was potenziell die organischen Suchrankings und die Sichtbarkeit verbessert. Die manuelle Verwaltung einer großen Anzahl von Creatorn kann eine entmutigende Aufgabe sein, weshalb die Verwendung spezialisierter Tools zur Optimierung der Erstellung von Attribution-Links, der Verfolgung von Verkäufen und der effizienten Abwicklung von Auszahlungen vorgeschlagen wird.

Community-Reaktion und Überlegungen

Diese ‘unpopuläre Meinung’ löste Diskussionen in der Verkäufer-Community aus. Während die vorgestellten Berechnungen überzeugend sind, sind praktische Implementierungsdetails und Schwankungen bei den Produktkosten wichtige Überlegungen. Einige Verkäufer merkten an, dass sich die Kosteneffizienz verschieben könnte, wenn ihre Produktkosten erheblich höher sind als die erwähnten 5 $ Musterkosten. Das Potenzial für einen besseren organischen Schub und die langfristige ACoS-Reduzierung bleiben jedoch attraktive Aspekte. Es ist wichtig, diese Methode vom Amazon Creator Connections Programm zu unterscheiden, da letzteres Berichten zufolge keinen Brand Referral Bonus anbietet und es somit zu einer weniger attraktiven Option für die ACoS-Optimierung macht.

Handlungsempfehlungen:

  1. Creator-Provisionen testen: Wenn Ihr aktueller PPC-ACoS über 25-30% liegt, sollten Sie erwägen, ein Provisionsmodell von 30% mit Creatorn zu testen.
  2. Amazon Attribution nutzen: Stellen Sie sicher, dass alle von Creatorn generierten Verkäufe über Amazon Attribution-Links verfolgt werden, um für den 10% Brand Referral Bonus qualifiziert zu sein.
  3. Anfangskosten berücksichtigen: Berücksichtigen Sie die Kosten für Produktmuster, aber betrachten Sie diese als anfängliche Investition für potenziell fortlaufende, kostengünstigere Verkäufe.
  4. Management-Tools prüfen: Erkunden Sie für Skalierbarkeit Plattformen, die für die Verwaltung von Creator-Programmen, die Verfolgung von Verkäufen und die Automatisierung von Auszahlungen konzipiert sind.
  5. ACoS vergleichen: Vergleichen Sie regelmäßig Ihren PPC-ACoS mit Ihrem Creator-Provisions-ACoS, um die profitabelste Strategie für Ihre Marke zu ermitteln.

Diese Diskussion, die aus einem Reddit-Thread stammt, liefert wertvolle Einblicke aus der Verkäufer-Community zur Optimierung der Werbeausgaben durch Creator-Partnerschaften. (Quelle: Reddit /r/FulfillmentByAmazon)