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Amazon Sponsored Brands: Sehen Sie das vollständige ROI-Bild?

· 4 Min. Lesezeit

Viele Amazon-Verkäufer kämpfen mit einer kritischen Lücke in ihren Werbedaten, insbesondere wenn es darum geht, den wahren Return on Investment (ROI) für ihre Sponsored Brands-Kampagnen zu verstehen. Dieses Problem, das in jüngsten Community-Diskussionen hervorgehoben wurde, betrifft Verkäufer aller Größenordnungen, die sich auf genaue Berichte verlassen, um ihre Werbeausgaben zu optimieren und die Rentabilität zu maximieren. Ohne eine klare Möglichkeit, Werbekosten direkt mit spezifischen SKUs innerhalb des Berichts über zugeschriebene Käufe von Sponsored Brands zu verknüpfen, wird die Berechnung des ROI auf SKU-Ebene zu einer erheblichen Herausforderung, wodurch viele Werbetreibende im Unklaren darüber gelassen werden, welche ihrer Produkte durch diese Kampagnen wirklich Wert schaffen.

Das fehlende Glied: Beworbenes SKU vs. Gekauftes ASIN

Der Kern des Problems liegt in der Struktur des Berichts über zugeschriebene Käufe von Sponsored Brands. Während er eine Liste der ‘gekauften ASINs’ liefert – die Produkte, die Kunden nach dem Klicken auf eine Anzeige letztendlich gekauft haben – fehlt ihm entscheidend eine entsprechende Spalte ‘beworbene SKU’. Dies steht in starkem Kontrast zum Bericht über zugeschriebene Käufe von Sponsored Products, der diese Detailgenauigkeit bietet. Für Verkäufer, die diverse Produktkataloge mit mehreren Varianten oder sogar unterschiedliche Produkte unter einer einzigen Marke verwalten, ist dieses Versäumnis ein großes Hindernis. Es verhindert eine direkte, granulare Analyse, welcher spezifische beworbene Artikel zu einem Verkauf geführt hat und, was noch wichtiger ist, wie viel ausgegeben wurde, um diesen Verkauf für diese spezielle SKU zu erzielen. Diese Unfähigkeit, ROI-Berechnungen auf SKU-Ebene durchzuführen, zwingt Verkäufer, breitere, weniger informierte Entscheidungen über ihre Werbebudgets zu treffen.

Auswirkungen auf Werbeoptimierung und Budgetierung

Das Verständnis Ihres ROI auf SKU-Ebene ist grundlegend für effektive E-Commerce-Werbung. Es ermöglicht Verkäufern, Top-Performing-Produkte zu identifizieren, die erhöhte Werbeausgaben verdienen, und leistungsschwache Produkte zu identifizieren, die möglicherweise eine überarbeitete Werbestrategie, andere Creatives oder sogar eine Pause bei der Werbung benötigen. Ohne diese detaillierten Daten aus den Sponsored Brands-Berichten agieren Verkäufer im Wesentlichen im Blindflug. Sie geben möglicherweise zu viel für Anzeigen für Produkte aus, die nicht effizient konvertieren, oder investieren umgekehrt zu wenig in Produkte, die ein starkes Potenzial haben, wenn ihre Werbekosten nur besser verstanden und verwaltet würden. Dieser Mangel an Klarheit kann zu einer sub-optimalen Allokation von Werbebudgets führen und potenziell erhebliche Gewinne ungenutzt lassen.

Reaktionen der Community und Frustration der Verkäufer

Diskussionen auf Plattformen wie Reddit zeigen eine gemeinsame Stimmung der Verwirrung und Frustration unter Amazon-Verkäufern hinsichtlich dieses Berichtsdefizits. Benutzer haben Amazons Entscheidung, die Metrik ‘beworbene SKU’ aus den Sponsored Brands-Berichten wegzulassen, offen in Frage gestellt. Ein Verkäufer äußerte seine Besorgnis: “Das macht es unmöglich, den ROI auf SKU-Ebene zu berechnen, und ist meiner Meinung nach eine große Schwäche von Sponsored Brand-Anzeigen.” Der Konsens unter denen, die das Problem diskutieren, ist, dass diese Lücke ihre Fähigkeit, ihre Sponsored Brands-Werbeausgaben effektiv zu verwalten und zu rechtfertigen, erheblich behindert. Das Fehlen einer klaren Erklärung von Amazon für diese Diskrepanz verstärkt nur den Wunsch der Verkäufergemeinschaft nach transparenteren und handlungsorientierteren Berichtswerkzeugen.

Umsetzbare Erkenntnisse für Verkäufer

Obwohl Amazon keine offizielle Erklärung für diese Berichtsstruktur gegeben hat, können Verkäufer mehrere Schritte unternehmen, um die Auswirkungen abzumildern:

  1. Andere Berichte nutzen: Kreuzvergleichen Sie die Leistung von Sponsored Brands nach Möglichkeit mit den Daten von Sponsored Products. Obwohl kein direkter Ersatz, kann dies einige Einblicke in die Produktleistung bieten.
  2. Manuelle Verfolgung: Für kritische SKUs sollten Sie einen manuelleren Ansatz in Betracht ziehen. Verfolgen Sie die Kampagnenausgaben in einer separaten Tabelle und versuchen Sie, diese mit Verkaufsdaten zu korrelieren, wobei Sie anerkennen, dass dies eine Annäherung ist.
  3. Fokus auf breitere Metriken: Wenn der ROI auf SKU-Ebene nicht erreichbar ist, konzentrieren Sie sich auf den gesamten Kampagnen-ROI, den Traffic zum Brand Store und das zugeschriebene Verkaufsvolumen. Nutzen Sie diese übergeordneten Metriken, um die allgemeine Effektivität Ihrer Sponsored Brands-Bemühungen zu beurteilen.
  4. Feedback geben: Äußern Sie weiterhin Ihre Bedürfnisse gegenüber dem Amazon Seller Support. Kollektives Verkäuferfeedback ist entscheidend für die Verbesserung der Plattform.

Dieses von Verkäufern diskutierte Problem unterstreicht den anhaltenden Bedarf an robusten und transparenten Werbeanalysewerkzeugen auf Amazon. Das Informiertbleiben über diese Nuancen der Berichterstattung ist der Schlüssel zur effektiven Navigation auf der Plattform.

Quelle: Community-Diskussion auf Reddit, insbesondere der Thread “Sponsored Brands Attributed Purchases report” (https://www.reddit.com/r/FulfillmentByAmazon/comments/1rvgc7n/sponsored_brands_attributed_purchases_report/)