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Amazon-Sichtbarkeitskrise? Verborgene Fallen bei der De-Indexierung von Angeboten aufdecken

· 4 Min. Lesezeit

Versiegen Ihre Amazon-Verkäufe, weil potenzielle Kunden Ihre Produkte nicht finden können? Für unzählige Verkäufer, insbesondere diejenigen, die einen Rückgang ihrer üblichen Umsatzzahlen verzeichnen, ist die frustrierende Realität, dass ihr Angebot möglicherweise gar nicht mehr in Amazon-Suchergebnissen erscheint. Dies ist normalerweise kein Fehler oder ein plötzlicher Rückgang der PPC-Effektivität; es ist oft das Ergebnis der unwissentlichen Verletzung der sensiblen Inhaltsregeln des Amazon A9/A10-Suchalgorithmus. Das Verständnis dieser ‘verborgenen’ Faktoren ist entscheidend, um die Sichtbarkeit wiederzuerlangen.

Die große ‘Füllstoff’-Säuberung: Subjektive Behauptungen, die Sie vermeiden sollten

Amazon geht zunehmend gegen das vor, was es als ‘subjektive’ oder ‘reißerische’ Begriffe in Ihrem Angebotsinhalt betrachtet. Die Verwendung dieser Art von Phrasen in Ihren Produktbeschreibungen oder Aufzählungspunkten kann dazu führen, dass Ihr Angebot aus den Suchergebnissen de-indiziert wird. Seien Sie vorsichtig bei gängigen Marketing-Superlativen wie “Premium”, “Überlegen”, “Höchste”, “Perfekt” oder “Reichhaltig”. Vermeiden Sie gleichermaßen Vertrauenssignale wie “Vertrauenswürdig”, “100% authentisch” oder “Kaufenswert”. Unverifizierte Qualitätsansprüche wie “100% REIN” und vage Beschreibungen wie “Frisch” können ebenfalls problematisch sein. Darüber hinaus ist Amazon extrem empfindlich gegenüber medizinischen oder kosmetischen Behauptungen, die wie Medikamentenwerbung klingen, ohne angemessene Untermauerung, wie z. B. “Hautaufhellung”. Wenn Ihr Angebot mit solcher Sprache überladen ist, ist es ein Hauptverdächtiger für Unsichtbarkeit.

Beherrschen der 250-Byte-Regel für Backend-Keywords

Eine der häufigsten Fallstricke für Verkäufer betrifft die Backend-Suchbegriffe, auch bekannt als generische Keywords. Die entscheidende Regel hier ist die 250-Byte-Grenze. Es ist wichtig zu verstehen, dass dies eine Byte-Grenze und keine Zeichenbegrenzung ist. Wenn Sie diese Grenze auch nur um ein einziges Byte (251 Bytes) überschreiten, kann Amazon nicht einfach das letzte Wort abschneiden; es kann dazu führen, dass keiner der Keywords in diesem Feld indiziert wird. Dies tötet effektiv Ihre Suchbarkeit für diese spezifischen Begriffe. Vermeiden Sie außerdem die Wiederholung von Wörtern. Wenn ein Keyword wie “Seife” bereits in Ihrem Titel enthalten ist, ist die Aufnahme in Ihre Backend-Keywords redundant und verschwendet wertvollen Byte-Speicherplatz. Jeder Byte zählt, und Wiederholung ist ein häufiger, kostspieliger Fehler.

Wie Sie eine Re-Indexierung erzwingen und die Sichtbarkeit wiedererlangen

Wenn Sie festgestellt haben, dass Ihr Angebot verbotene subjektive Behauptungen enthält oder die 250-Byte-Regel verletzt hat, gibt es einen klaren Prozess, um die Situation zu beheben und eine Re-Indexierung zu erzwingen. Navigieren Sie zunächst zu ‘Alle Bestände verwalten’ in Ihrem Seller Central-Konto. Suchen Sie die spezifische ASIN mit Sichtbarkeitsproblemen und wählen Sie über das Drei-Punkte-Menü ‘Bearbeiten’. Durchforsten Sie methodisch Ihre Produktbeschreibung, Aufzählungspunkte und Backend-Suchbegriffe, um alle verbotenen oder subjektiven Formulierungen zu entfernen. Verwenden Sie unbedingt ein zuverlässiges Byte-Zählwerkzeug, um sicherzustellen, dass Ihre Backend-Suchbegriffe strikt unter der 250-Byte-Grenze bleiben und Sie keine Wörter wiederholt haben. Sobald Sie diese Korrekturen vorgenommen haben, speichern und beenden Sie die Bearbeitungen. Das System von Amazon benötigt in der Regel 24 bis 48 Stunden, um diese Änderungen zu crawlen und Ihr Angebot neu zu indizieren.

Überprüfung der Indexierung und Community-Einblicke

Nachdem Sie die notwendigen Korrekturen vorgenommen haben, können Sie überprüfen, ob Ihr Angebot für bestimmte Keywords indiziert ist. Ein nützlicher Trick ist die Durchführung einer “ASIN + Keyword”-Suche direkt auf Amazon. Geben Sie Ihre ASIN gefolgt von dem Hauptkeyword, das Sie überprüfen möchten (z. B. [Ihre ASIN] [Ihr Hauptkeyword]). Wenn Ihr Produkt bei dieser spezifischen Abfrage nicht angezeigt wird, bestätigt dies, dass Sie für dieses Keyword nicht indiziert sind.

Community-Reaktion: Diskussionen auf Plattformen wie Reddit zeigen, dass viele Verkäufer genau diese Frustrationen teilen. Die Stimmung dreht sich oft um die mangelnde klare Kommunikation von Amazon bezüglich dieser Indexierungsregeln, was zu kostspieligen De-Indexierungen ohne vorherige Warnung führt. Verkäufer äußern den Bedarf an mehr Transparenz und Anleitung zu Amazons sich entwickelndem Algorithmus und seinen Inhaltsrichtlinien. Die bereitgestellten Ratschläge stimmen mit den gängigen Fehlerbehebungsschritten überein, die in der Verkäufer-Community geteilt werden.

Fazit und umsetzbare Erkenntnisse:

  • Inhalte prüfen: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Produkttitel, Aufzählungspunkte, Beschreibungen und Backend-Keywords auf subjektive oder unbegründete Behauptungen.
  • Byte-Limit respektieren: Halten Sie sich genau an die 250-Byte-Grenze für Backend-Suchbegriffe und vermeiden Sie Wortwiederholungen.
  • Korrekturen umgehend umsetzen: Wenn Sie eine De-Indexierung vermuten, befolgen Sie die Schritte zur Re-Indexierung: Inhalte bearbeiten, Byte-Zählungen prüfen und speichern.
  • Indexierung testen: Verwenden Sie den Trick “ASIN + Keyword”, um zu bestätigen, dass Ihr Produkt für wichtige Begriffe indiziert ist.

Durch proaktives Management Ihres Angebotsinhalts und die Einhaltung der nuancierten Regeln von Amazon können Sie die Suchsichtbarkeit Ihres Produkts erheblich verbessern und mehr organischen Traffic generieren. Diese Informationen basieren auf Diskussionen und Beobachtungen in der Verkäufer-Community.

Quelle: Reddit - r/FulfillmentByAmazon (link)