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Über Bruttoumsatz hinaus: Warum Shopify-Verkäufer Retouren in ihr Marketing einbeziehen müssen

· 4 Min. Lesezeit

Für viele Shopify-Verkäufer verwandelt sich die Aufregung über einen Verkauf schnell in versteckte Kosten. Eine aktuelle Community-Diskussion beleuchtete ein kritisches Versäumnis bei der Erfolgsmessung von Unternehmen: Retourenquoten werden oft erst im Nachhinein betrachtet, nicht als zentrale Marketingkennzahl. Mit einer durchschnittlichen Retourenquote von rund 12 % (und potenziell höher für bestimmte Kanäle) bedeutet dies, dass ein erheblicher Teil Ihrer Marketingbemühungen für die Gewinnung von Kunden optimiert sein könnte, die Produkte letztendlich zurücksenden. Diese Praxis kann Berechnungen für den Return on Ad Spend (ROAS) und die Kundenakquisitionskosten (CAC) aufblähen, was zu verzerrten Entscheidungen und potenziell erodierenden Nettogewinnen führt. Ohne die Berücksichtigung von Retouren jagen Verkäufer im Wesentlichen Bruttoumsätze und sind sich der wahren Rentabilität ihrer Kundenakquisitionsstrategien nicht bewusst.

Die versteckten Kosten der Nichtberücksichtigung von Retouren

Der Kern des Problems, wie von einem Shopify-Verkäufer auf Reddit angesprochen, ist, dass die meisten Marketing-Dashboards und ROAS-Ziele auf Bruttoumsätzen basieren. Das bedeutet, dass ein Verkäufer eine Kampagne basierend auf den Verkaufszahlen als sehr erfolgreich ansehen könnte, aber die zurückgesendeten Produkte nicht berücksichtigt. Wenn 12 % der Verkäufe retourniert werden, sind das 12 % der anfänglichen Marketingausgaben, die nicht zum tatsächlichen Gewinn beigetragen haben. Dies kann leistungsschwache Kanäle oder Kundensegmente mit einer hohen Retourenquote verschleiern. Für Unternehmen jeder nennenswerten Größe können diese Versäumnisse monatlich Tausende, wenn nicht Zehntausende von Dollar an nicht erfassten Kosten bedeuten, die sich direkt auf das Endergebnis auswirken.

Neubewertung Ihrer Marketingkennzahlen

Die Frage an die Community war, ob jemand aktiv Retourentrendaten in seine Marketingkennzahlen integriert. Die Implikation ist eine Verschiebung von der Optimierung auf Bruttoumsatz hin zur Optimierung auf Nettogewinn. Dies würde bedeuten, zu verstehen, welche Marketingkanäle, Kampagnen oder sogar spezifischen Produkte zu den höchsten Retouren führen. Durch die Einbeziehung von Retourentendaten können Verkäufer beginnen, einen ‘Netto-ROAS’ oder ‘Netto-CAC’ zu berechnen, was ein viel genaueres Bild der Marketingeffizienz liefert. Dies ermöglicht eine intelligentere Allokation von Marketingbudgets, die sich auf die Gewinnung von Kunden konzentriert, die ihre Einkäufe wahrscheinlich behalten und zu nachhaltigem Wachstum beitragen.

Community-Reaktion: Ein weit verbreitetes Blindfeld?

Die Reddit-Diskussion zeigte, dass dies eine häufige Herausforderung für viele Shopify-Händler ist. Während einige die Bedeutung von Retouren anerkannten, gaben sie zu, dass die Integration dieser Daten in ihren Marketing-Stack entweder komplex war oder noch keine Priorität hatte. Häufige Stimmungen waren: ‘Wir sehen dasselbe’ und ‘Es ist ein massives Blindfeld.’ Der allgemeine Konsens deutete auf einen Mangel an leicht verfügbaren Tools oder einfachen Methoden hin, um Retourentendaten in Echtzeit-Marketinganalysen zu integrieren. Viele Benutzer äußerten Interesse an Lösungen und Best Practices für die Verfolgung und Reaktion auf diese entscheidenden Informationen, was auf einen erheblichen Bedarf an besserer Sichtbarkeit der Leistung nach dem Kauf und ihrer Auswirkungen auf die Marketingeffektivität hindeutet.

Umsetzbare Erkenntnisse für Shopify-Verkäufer

  1. Überprüfen Sie Ihre aktuellen Kennzahlen: Analysieren Sie Ihre bestehenden Marketing-Dashboards und ROAS/CAC-Berechnungen. Wie viel Ihres berichteten Erfolgs basiert auf Bruttoumsatz im Vergleich zu Nettogewinn?
  2. Verfolgen Sie Retourentrendaten nach Kanal: Wenn Sie dies noch nicht tun, beginnen Sie damit, Ihre Retourentrendaten nach Marketingkanal, Kampagne und Produkt zu segmentieren. Dies wird helfen, Muster zu erkennen.
  3. Erkunden Sie Integrationen: Suchen Sie nach Tools oder Apps im Shopify-Ökosystem, die helfen können, Retourentrendaten in Ihre Marketinganalysen zu integrieren. Selbst wenn es anfangs manuelle Arbeit erfordert, ist das Verständnis der Verbindung entscheidend.
  4. Passen Sie Ihre Ziele an: Sobald Sie ein klareres Bild haben, beginnen Sie, Ihre Marketingziele anzupassen, um den Nettogewinn anstelle von nur Bruttoumsätzen widerzuspiegeln. Dies könnte bedeuten, auf dem Papier einen etwas niedrigeren ROAS zu akzeptieren, wenn dies zu profitableren Kunden führt.

Diese Diskussion, die aus einer Anfrage eines Verkäufers auf Reddit stammt, hebt einen entscheidenden Bereich für Verbesserungen in der E-Commerce-Marketingstrategie hervor. Indem sie über den Bruttoumsatz hinausgehen und Retourenquoten aktiv einbeziehen, können Shopify-Verkäufer eine genauere Leistungsmessung erzielen und wirklich profitables Wachstum fördern.

Quelle: Reddit Community Discussion